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Die aktuelle Situation um den Brexit (dem Austritt Großbritanniens aus der EU) sorgt an der Börse am Freitagmorgen für tiefrote Zahlen.

Der deutsche Leitindex DAX taxierte vorbörslich fast 10% im Minus. Spekulieren ohne Kenntnis und Plan führt meist zu Minus. Lieber langfristig investieren.

Wer Donnerstag Abend den richtigen Riecher gehabt hat und auf fallende Kurse gesetzt hat, konnte heute morgen bereits mächtig Kasse machen. Tiefrote Zahlen in den Aktienindizes wie dem Dax führen für sogenannte „Shorts“ (also eine Spekulation auf fallende Kurse) zu dicken Gewinnen. Das Währungspaar EUR/GBP liegt aktuell mit knapp 6% im Plus. Wer hier mit einem gehebeltem Produkt (das die Rendite des Basiswertes vervielfacht) spekuliert hat, kann sich auch über dicke Gewinne freuen.

Praktisch gesehen ist für die Mehrheit unserer Mandanten das Spekulieren aber gleichzusetzen mit dem Gang ins Kasino. Die Kenntnis und die Nähe zum Markt fehlt in der Regel. Daher raten wir unseren Mandanten, die meist durchschnittliche Sparer sind, zum langfristigen Investieren. Für Zockereien fehlt vielen das benötigte Kapital und die Ausbildung bzw. Kenntnis um den Markt. Selbst von Investments in Einzelaktien raten wir in den Beratungen ab, da das Finden von „Treffern“ sich für Otto-Normal-Verbraucher als schwieriger erweist, als man glaubt.

Die Mehrheit meiner Mandanten investiert über Investmentfonds in aussichtsreiche Märkte oder lässt sein Geld über Vermögensverwaltungen aktiv managen. Tage wie heute können ihnen dann erstmal keine unruhigen Nächte bescheren, liegt das Geld doch in professionellen Händen.

Wer monatlich spart, profitiert während der Zeit von fallenden Kursen sogar vom sog. Cost-Average-Effekt. Dabei werden bei einem gleichbleibenden Sparbetrag bei tiefen Kursen automatisch mehr Anteile von z.B. Fonds gekauft und man profitiert beim Kursanstieg umso mehr.

Wann kauft man Erdbeeren?

Wer Erdbeeren in der Saison kauft, fährt preislich sicherlich besser, als der, der im Winter unbedingt einen Erdbeerkuchen mit frischen Erdbeeren belegen möchte. Preiswert einkaufen heißt die Devise.

Auch im Aktienmarkt zählt dieser Leitspruch. Wenn also die Kurse von Aktien z.B. im Dax um 10-15% preiswerter sind als gestern, freut sich der Käufer, da er billiger einkaufen kann. Selbstverständlich gehört mehr dazu, um einen Aktienkauf zu bewerten als der reine Preis. Deshalb rate ich Amateuren ausdrücklich davon ab, „blind“ Aktien zu kaufen. Ich möchte mit diesem Beispiel lediglich die Mentalität dahinter verdeutlichen.

Langfristiges investieren statt spekulieren bedeutet, dass man nicht auf das schnelle Geld hofft, sondern geplant und regelmäßig über Fonds oder Vermögensverwaltungen in die Märkte investiert.

Das schont nicht nur die Nerven, sondern ist langfristig schlichtweg am ertragreichsten. Mehrere Fehlspekulationen hintereinander können das Kapital empfindlich schmälern. Umso schwieriger wird es, wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Warum auch sollte der Otto-Normal-Sparer Aktien besser analysieren können, als ein Fondsmanager oder Vermögensverwalter, der diesen Job seit vielen Jahren ausschließlich und jeden Tag macht?

Kurzfristige Rückschläge an den Börsen sind übrigens völlig normal. Langfristig (also über 15 Jahre) haben Anleger in den vergangenen 50 Jahren z.B. im Dax noch nie Minus gemacht.

Mehr zu solchen Inhalten gibt es in unserem kostenfreien Mandantenseminar „Investment Education“, welches in Kürze wieder stattfinden wird.